Direktzahlungsbeiträge

Einzelkulturbeiträge (EKB)

Sonnenblumenfeld (Bild C. Erismann)

Mit den Einzelkulturbeiträgen wird der inländische Anbau von Kulturen gefördert, die eine sinnvolle Bereicherung der Fruchtfolge bilden. Die Beiträge werden für Ölsaaten, Körnerleguminosen, Zuckerrüben zur Zuckerherstellung sowie für Saatgut von Kartoffeln, Mais, Futtergräsern und Futterleguminosen ausgerichtet.

Beitragsberechtigt sind auch juristische Personen mit Sitz in der Schweiz sowie Kantone und Gemeinden, sofern sie Bewirtschafterinnen des Betriebs sind. Allfällige Direktzahlungen für angestammte Flächen der EU werden abgezogen.

Voraussetzungen

für die Gewährung des Beitrags
▶ Raps, Sonnenblumen, Ölkürbisse (auf dem Feld ausgedroschen), Öllein, Mohn, Saflor, Soja, Ackerbohnen, Eiweisserbsen und Lupinen: Ernte in reifem Zustand zur Körnergewinnung.
▶ Saatgut von Kartoffeln, Mais, Futtergräser und -leguminosen: schriftliche Festlegung einer bestimmten Fläche zwischen dem Bewirtschafter oder der Bewirtschafterin und einer zugelassenen Saatgutvermehrungsorganisation.
▶ Zuckerrüben: Festlegung einer bestimmten Liefermenge zwischen dem Bewirtschafter oder der Bewirtschafterin und den Zuckerfabriken durch schriftlichen Vertrag (Mindestertrag beachten!).
▶ Ölsaaten: die Produktion von Raps, Sonnenblumen, Soja und Lein wird in der Schweiz aufgrund von Abnahmeverträgen der Ölwerke limitiert → Anbauvertrag (auch SUISSE GARANTIE) wird von der Agrosolution AG ausgestellt = Zuteilung der Mengen.
▶ Brotgetreide: ÖLN-Produzenten, die Brotgetreide nach SUISSE GARANTIE produzieren möchten, müssen sich bei den Sammelstellen dafür anmelden (bis Ende Dezember des Vorjahres).
▶ Mischungen von Getreide mit Ackerbohnen, Eiweisserbsen und Lupinen zu Futterzwecken: Mindestgewichtsanteil von 30% der beitragsberechtigten Kultur im Erntegut.

Rechtliche Grundlagen

Die Ackerbaubeitragsverordnung vom 7. Dez. 1998 wurde aufgehoben. Ab 1. Januar 2014 ist die Verordnung über Einzelkulturbeiträge im Pflanzenbau (Einzelkulturbeitragsverordnung, EKBV) in Kraft.

Bundesgesetz über die Landwirtschaft (Landwirtschaftsgesetz, LwG): Gestützt auf Art. 54, 56 und 59 fallen diese Beiträge rein rechtlich unter die Marktstützungsmassnahmen. Der Vollzug findet aber aus praktischen Gründen zusammen mit den Direktzahlungen statt. Das LwG finden Sie unter folgendem Link in der rechten Spalte unter "Rechtliche Grundlagen 2014"