Direktzahlungsbeiträge

Beitrag für schonende Bodenbearbeitung

Strip-Till (Bild: C. Erismann)

Der Beitrag wird pro Hektare ausgerichtet (längstens bis 2019) für Flächen, auf denen die Hauptkultur mit schonender Bodenbearbeitung bestellt wird. Die Betriebe können sich jährlich beteiligen (gesamtbetrieblich oder mit einzelnen Parzellen).

 

Als schonende Bodenbearbeitung gelten die:

  • Direktsaat, wenn höchstens 25 % der Bodenoberfläche während der Saat bewegt werden
  • Streifenfrässaat und Strip-Till (Streifensaat), wenn höchstens 50 % der Bodenoberfläche vor oder während der Saat bearbeitet werden
  • Mulchsaat, wenn eine pfluglose Bearbeitung des Bodens erfolgt.


 

Für den Erhalt der Beiträge sind die entsprechenden Auflagen ab Ernte Vorkultur bis zur Ernte der beitragsberechtigten Hauptkultur (Anbaujahr) zu erfüllen:

Voraussetzungen und Auflagen

für angemeldete Flächen "schonende Bodenbearbeitung"
Zur Verminderung von Risiken durch Krankheiten, Unkräuter und Schädlinge sind vorsorgliche Massnahmen zu treffen wie angepasste Fruchtfolgen, geeignete Sorten und Mulchen von Ernterückständen auf dem Feld.
Der Glyphosateinsatz ist mit 1,5 kg Wirkstoff pro Hektare und Jahr begrenzt.
Von der Ernte der vorangehenden Hauptkultur bis zur Ernte der beitragsberechtigten Hauptkultur darf der Pflug nicht eingesetzt werden.
Für beitragsberechtigte Flächen wird ein Zusatzbeitrag ausgerichtet wenn auf den Einsatz von Herbiziden verzichtet wird.
Pro Bewirtschaftungseinheit (Parzelle) sind vom Bewirtschafter oder der Bewirtschafterin laufend Aufzeichnungen zu führen über angemeldete Fläche(n), Anbauverfahren, Geräte- oder Maschinentyp und BesitzerIn, Hauptkulturen, Saat- und Erntetermin sowie allfälligem Herbizideinsatz.

Keine Beiträge werden ausgerichtet für das Anlegen von:

  • Kunstwiesen mit Mulchsaat
  • Gründüngungen und Zwischenkulturen
  • Weizen oder Triticale nach Mais (Fusarienproblematik)