Direktzahlungsbeiträge

Versorgungssicherheitsbeiträge (VSB)

Gemüsefeld bei Gundetswil (Bild: B. Kamm)

Ziele der Versorgungssicherheitsbeiträge sind:

  • Die Aufrechterhaltung der Produktionskapazität, d.h. der Bodenfruchtbarkeit (Produktivität der Böden) und des zur Produktion benötigten Wissens und Kapitals.
  • Die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen / Tragfähigkeit der Ökosysteme

Die Versorgungssicherheitsbeträge

setzen sich aus drei Teilbeiträgen zusammen: 
Basisbeitragüber alle Zonen gleich hoch
ProduktionserschwernisbeitragZonenbeitrag
Beitrag für die offene Ackerfläche und Dauerkulturen Förderbeitrag

Beitragsberechtigt sind einerseits Flächen mit Kulturen, die direkt oder indirekt (als Futtermittel für Nutztiere) zur menschlichen Ernährung dienen, andererseits Flächen mit Kulturen für die das selbe Produktionswissen und gleiche oder ähnliche Maschinen benötigt werden (z.B. Raps und Mais zur Energieproduktion oder Tabak).

Kein Beitrag wird ausgerichtet für Kulturflächen, die nicht zur Aufrechterhaltung der Kapazität der Produktion von Nahrungsmitteln dienen (z.B. Baumschulen, Chinaschilf, Zierpflanzen etc.)

Damit auf den Dauergrünflächen Beiträge (Basisbeitrag und Produktionserschwernisbeitrag) bezahlt werden, muss ein Mindesttierbesatz auf dem Betrieb erreicht werden.

Der Mindesttierbesatz

ist nach Zonen (Produktionsintensität) differenziert und beträgt in der

Talzone            1,0 RGVE / ha

Hügelzone        0,8 RGVE / ha

Bergzone I        0,7 RGVE / ha

Bergzone II       0,6 RGVE / ha

Bergzone III      0,5 RGVE / ha

Bergzone IV      0,4 RGVE / ha

Er wird für den gesamten Betrieb festgelegt und mit dem Tierbestand des Betriebs verglichen.
Bei zu kleinem Gesamtbestand an RGVE (Mindesttierbesatz nicht erreicht), wird der Beitrag für Dauergrünflächen anteilmässig festgelegt.
Auf Dauergrünflächen, die als Biodiversitätsförderflächen (BFF) bewirtschaftet werden, ist ein tieferer Mindesttierbesatz von 30 % zu erfüllen.
Kunstwiesen, als wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Fruchtfolge, offene Ackerfläche und Dauerkulturen sind von der Mindestbesatzanforderung ausgenommen.

Betriebszweiggemeinschaften (BZG) zur Umgehung des Mindesttierbesatzes werden nicht berücksichtigt.