Beitragsberechtigung

Ausbildungsanforderungen

Ausbildung

Die Aus- / Weiterbildung muss zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung um Direktzahlungen abgeschlossen sein. Falls die Weiterbildung 2013 begonnen wurde, gilt eine Übergangsregelung.

Der Bewirtschafter / die Bewirtschafterin kann erstmals ein Direktzahlungsgesuch stellen, wenn folgende Nachweise erbracht werden:

  • Eidgenössisch anerkannter Abschluss der Aus- / Weiterbildung (davon ausgenommen: Betriebe im Berggebiet < 0,5 SAK)
  • Definitive Bestätigung der Kantonalen Ausgleichskasse als selbständig erwerbender Landwirt / selbständig erwerbende Landwirtin

Andere Ausbildung + Landwirtschaftliche Weiterbildung oder Nachweis landwirtschaftlicher Praxis

Für Personen über 28 Jahre, die bereits über einen eidgenössisch anerkannten, nicht landwirtschaftlichen Berufsabschluss (Fähigkeitszeugnis, Berufsattest, Mittelschul-abschluss) verfügen, ist die Möglichkeit einer speziellen Weiterbildung gegeben:

Für den Bezug der Direktzahlungen ist entweder die verlangte Weiterbildung zu absolvieren oder der Nachweis von 3 Jahren landwirtschaftlicher Praxis zu erbringen (muss vor dem 1. Mai des ersten Jahres, in dem die Direktzahlungen beantragt werden, abgeschlossen sein). Der Ehepartner oder die Ehepartnerin erfüllt die Anforderungen bezüglich Praxisnachweis ohne formelle Bestätigung (AHV-Abrechnung, Einkommen aus selbständiger oder unselbständiger Erwerbstätigkeit), wenn er oder sie während mindestens 3 Jahren auf dem Betrieb tätig war.

Ausbildungsanforderungen bei Personengesellschaften

Wenn ein Betrieb von einer Personengesellschaft geführt wird, müssen alle Mitbewirtschafter die Kriterien für den Bezug derDirektzahlungen erfüllen. Diese Anforderung gilt auch bei Betriebsgemeinschaften sowie bei Ehe- und Konkubinats-partnern, die eine oder mehrere Produktionsstätten als Mitbewirtschafter und Mitbewirtschafterin führen.

Ausbildungsanforderungen bei Betriebsübernahme

Wenn ein Betrieb von einem neuen Bewirtschafter oder einer neuen Bewirtschafterin übernommen wird, muss dieser oder diese die Ausbildungsanforderungen spätestens am 1. Mai des Beitragsjahres erfüllen.

Übernimmt die Ehepartnerin oder den Ehepartner im Hinblick auf das Erreichen der Altersgrenze des bisherigen Bewirtschafters / der bisherigen Bewirtschafterin den Betrieb, so ist sie oder er von den Ausbildungs-Anforderungen ausgenommen, wenn sie oder er vor der Übernahme während mindestens 10 Jahren auf dem Betrieb mitgearbeitet hat.

Der Erbe, die Erbin oder die Erbengemeinschaft ist während höchstens drei Jahren nach dem Tod des bisherigen Bewirtschafters oder der bisherigen Bewirtschafterin von den Ausbildungs-Anforderungen ausgenommen.