Beitragsberechtigung

Bewirtschafter / Bewirtschafterin

Herbststimmung: Bewirtschafterin mit Hund und Schubkarre beim Entfernen von Tierdung auf der Weide (Bild: B. Kamm)

Als Bewirtschafter oder Bewirtschafterin gilt die natürliche oder juristische Person oder die Personengesellschaft, die einen Betrieb auf eigene Rechnung und Gefahr führt.

Beitragsberechtigt sind Bewirtschafter oder Bewirtschafterinnen bis zur Vollendung des 65. Altersjahres, sofern sie die weiteren Anforderungen für den Bezug von Direktzahlungen erfüllen.

Anerkennungsgesuch

Bewirtschafter und Bewirtschafterinnen, die erstmals ein Direktzahlungsgesuch stellen, haben beim Kanton (Abteilung Landwirtschaft) ein Anerkennungsgesuch einzureichen.

Bewirtschafterwechsel

Ein Bewirtschafterwechsel muss beim Kanton (Abteilung Landwirtschaft) mit folgendem Formular gemeldet werden:

Betriebsaufgabe

Die Aufgabe des Betriebes muss beim Kanton (Abteilung Landwirtschaft) mit folgendem Formular gemeldet werden:

Definition

Die Definition des Begriffs "Bewirtschafter / Bewirtschafterin" finden Sie in Artikel 2 der Landwirtschaftlichen Begriffsverordnung (LBV) unter folgendem Link:

Direktzahlungsvoraussetzungen

an Bewirtschafter / Bewirtschafterinnen:
Natürliche Personen mit zivilrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz. Für Biodiversitäts- und Landschaftsqualitätsbeiträge sind auch juristische Personen mit Sitz in der Schweiz sowie Kantone und Gemeinden beitragsberechtigt, sofern sie Bewirtschafter des Betriebes sind.
Betrieb wird auf eigene Rechnung und Gefahr geführt; gilt auch für Sömmerungs- oder Gemeinschaftsweidebetriebe.
Betriebs- oder Gemeinschaftsform ist vom Amt für Landwirtschaft des Kantons Zürich als beitragsberechtigt anerkannt.
Jährliche Anmeldung und termingerechte Einreichung eines Gesuchs um Direktzahlungen.
Zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung abgeschlossene landwirtschaftliche Ausbildung oder andere Berufsbildung mit anerkannter Weiterbildung bzw. Praxisnachweis von 3 Jahren (steuertechnisch zu belegen).
65. Altersjahr (= letztes Beitragsjahr); bei Personengesellschaften und Betriebsgemeinschaften werden die Beiträge anteilmässig je Person gekürzt, welche die Altersgrenze überschritten hat (Übergangsfrist für bisherige PG's und BG's bis 2015).
Auf dem Betrieb besteht ein Arbeitsbedarf von mindestens 0,2 SAK (Standardarbeitskraft).
Mindestens 50% der auf dem Betrieb anfallenden Arbeiten werden durch betriebseigene Arbeitskräfte ausgeführt.
Erfüllung des ökologischen Leistungsnachweises ÖLN; auch Biobetriebe (gilt nicht für Sömmerungsbeiträge).
Einhaltung der Vorschriften über den Tier- und Gewässerschutz.
Gehaltener Tierbestand überschreitet die Grenzen der geltenden Höchstbestandes­verordnung nicht.

Bei Personengesellschaften, Betriebsgemeinschaften sowie Ehe- und Konkubinatspartnern, die eine oder mehrere Produktionsstätten als Mitbewirtschafter oder Mitbewirtschafterin führen, müssen alle Mitbewirtschafter oder Mitbewirtschafterinnen die Kriterien für den Bezug von Direktzahlungen erfüllen.

Natürliche Personen und Personengesellschaften, die den Betrieb in einer AG, einer GmbH oder einer Kommandit-AG mit Sitz in der Schweiz als Selbstbewirtschafter oder Selbstbewirtschafterin führen, sind unter gewissen Bedingungen ebenfalls beitragsberechtigt