Landschaftsqualität

Überblick

Bild Landschaftsqualität: Buch am Irchel Zürich Oberland

Was sind LQB?

In der Agrarpolitik 14-17 sind als eine von sieben Beitragskategorien Landschaftsqualitäts-Beiträge (LQB) vorgesehen. Wie in der Vernetzung ist auch in der Landschaftsqualität die Beteiligung an einem regionalen Projekt Voraussetzung, um die Beiträge zu erhalten. Der Bund möchte mit den LQB folgende Ziele erreichen:

  • die Vielfalt der schweizerischen Landschaften erhalten und fördern
  • den ortstypischen Charakter einer Landschaft pflegen und weiterentwickeln

Die Landschaft ist Produktionsraum unserer Nahrungsmittel. Sie erfüllt damit eine wichtige Funktion für die sichere Versorgung der Bevölkerung. Mit der Bewirtschaftung der Felder gestalten die Landwirte die Landschaft. Die Landschaftsqualitäts-Projekte (LQP) sind daher ein gutes Mittel, die Landschafts-Arbeit der Bevölkerung näher zu bringen und die gemeinwirtschaftlichen Leistungen der Landwirte mit LQB abzugelten. 

Die Bedürfnisse der nicht-bäuerlichen Bevölkerung sollen in den LQP Eingang finden. Die meisten Leute bevorzugen eine vielfältige, naturnahe und gut zugängliche Landschaft und erholen sich mit Aktivitäten in der Natur. Die Naherholung soll auch in den von Zersiedlung geprägten Räumen möglich sein. Mit LQB können diese gezielt aufgewertet werden, beispielsweise mit der Gestaltung des Siedlungs-Übergangs in die offene Landschaft oder dem Schaffen von Erlebnisräumen für Gross und Klein.

Unter der Federführung des Amtes für Landschaft und Natur bereitete eine Arbeitsgruppe die Umsetzung im Kanton vor. Zur Unterstützung der Trägerschaften wurden verschiedene Arbeitshilfen entwickelt, die Landschaftstypen, mögliche Qualitäten und Landschaftsentwicklungsziele beschreiben. Zusätzlich wurde eine Liste mit Massnahmen bereit gestellt, die von den Projekten regional spezifiziert werden können. Darin enthalten sind Massnahmen im Ackerbau, im Grünland und in den Rebbaugebieten.

Eine Begleitgruppe mit Vertretern des Zürcher Bauernverbandes, der IG Natur und Landwirtschaft, dem Gemeindepräsidentenverband, den Planungsregionen, der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und einer Naturschutzorganisation haben die Interessen der vertretenen Organisationen in die Arbeitsgruppe des Kantons eingebracht. Mit Rückmeldungen zu Arbeitshilfen und Massnahmen haben sie aktiv den Prozess und die Hilfsmittel mitgestaltet. Dadurch wurde sichergestellt, dass die LQP von den verschiedenen Organisationen unterstützt und mitgetragen werden.