Landschaftsqualität

Finanzierung, Beiträge & Kontrollen

Landschaftsqualität: Rapsfeld bei Trüllikon (Bild R. Gämperle)

Die Landschaftsqualitätsbeiträge (LQB) werden vom Bund und vom Kanton Zürich co-finanziert.

Finanzierung durch Bund und Kanton

Der Bund übernimmt 90 % der Beiträge, der Kanton finanziert die restlichen 10 %. Der Bund stellt dem Kanton für Landschaftsqualitätsprojekte jährlich pro ha LN höchstens 120 Franken und pro NST des Normalbesatzes im Sömmerungsgebiet höchstens 80 Franken zur Verfügung (Art. 115 Abs. 10 Direktzahlungsverordnung). Somit stehen dem Kanton Zürich ca. 8.7 Mio. Franken vom Bund zu. Mit den zusätzlichen 10 %, welche vom Kanton Zürich finanziert werden, beläuft sich die Gesamtsumme der zur Verfügung stehenden Gelder auf ca. 9.7. Mio. Franken.

Begrenzung der Bundesbeiträge auf Betriebsebene: 180.- CHF / ha LN

Die Plafonierung der Bundesbeiträge auf Kantonsebene limitiert die LQ-Beiträge. Um das zur Verfügung stehende Budget nicht zu überschreiten und eine flächendeckende Einführung der LQ-Projekte im gesamten Kanton zu ermöglichen, wurde ein variabler Plafond mit Besitzstandswahrung eingeführt. Im Jahr 2016 betrug der Plafond CHF 180.0 / ha LN. Dieser Ansatz wird jedes Jahr nach erfolgter Strukturdatenerhebung und vor der Anmeldung der neuen Massnahmen angepasst. Sollte das zur Verfügung stehende Budget trotzdem überzogen werden, so werden allen Beteiligten die Beiträge linear gekürzt, bis das Budget eingehalten ist.

Beiträge

Beiträge werden für wiederkehrende und einmalige Massnahmen ausgerichtet. Wiederkehrende Massnahmen müssen ab der Verpflichtung bis zum Projektende ausgeführt werden. Einmalige Massnahmen sind beispielsweise Baumpflanzungen oder Initialpflege-Massnahmen.
Die jeweiligen Beitragsansätze sind im Massnahmenkatalog für jede Massnahme festgelegt. Je nach Landschaftstyp ist bei den wiederkehrenden Massnahmen zudem die Vergabe eines Bonus möglich. Dieser beträgt 25% des Beitragsansatzes. Für die Berechnung des Plafonds werden nur die wiederkehrenden Massnahmen (inkl. Bonusbetrag) berücksichtigt.

Kontrollen

Grundkontrolle: Auf allen angemeldeten Flächen  und Elementen wird innerhalb von 8 Jahren durch Agrocontrol eine Grundkontrolle betriebsweise durchgeführt. Geprüft wird, ob die Bewirtschaftungsanforderungen erfüllt und die Kontrollkriterien erreicht bzw. eingehalten werden.
Oberkontrolle des Kantons: Jährlich werden mindestens 1 % der angemeldeten Betriebe nach Zufallsprinzip, oder wenn frühere Mängel festgestellt wurden, durch den Kanton kontrolliert.

Sanktionen

In der DZV Art. 105 Abs 1 und im Anhang 8, Kap. 1.2 werden die Kürzungen allgemein bzw. für die LQB geregelt:
Erstmalige Kürzung: Die Voraussetzungen und Auflagen von Flächen und Elementen werden erstmals nicht vollständig erfüllt. Der massnahmenspezifische Beitrag des laufenden Jahres wird nicht ausbezahlt und derjenige des vergangenen Jahres zurückgefordert.
Wiederholungsfall: Wird nach einer erstmaligen Kürzung erneut eine Massnahme nicht korrekt umgesetzt, so wird einerseits der Beitrag für das laufende Jahr nicht ausbezahlt und andererseits werden alle im laufenden Projekt ausbezahlten Beiträge zurückgefordert. Die Kürzung betrifft nur jene Elemente/Massnahmen, die nicht vorschriftsgemäss umgesetzt wurden.