Pachtrecht (LPG)

Parzellenweise Verpachtung

Bewilligungspflicht für eine parzellenweise Verpachtung

  
Die parzellenweise Verpachtung eines landwirtschaftlichen Gewerbes ist bewilligungspflichtig, wenn insgesamt mehr als zehn Prozent der ursprünglichen Nutzfläche des Gewerbes oder einzelne Gebäude oder Gebäudeteile (z.B. Wohnungen) verpachtet werden.

Bewilligt werden Gesuche unter anderem, wenn das landwirtschaftliche Gewerbe nicht mehr erhaltenswürdig ist, überwiegend in der Bauzone liegt, oder der Verpächter aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage ist, seinen Betrieb selbst zu bewirtschaften (Art. 31 LPG).

 

Fristen für eine parzellenweise Verpachtung

  
Der Verpächter muss die Bewilligung vor Pachtantritt einholen (Art. 31 Abs. 1 LPG).

 

Gesuche, Begründung und Formular für eine parzellenweise Verpachtung


Gesuche zur parzellenweisen Verpachtung landwirtschaftlicher Gewerbe sind schriftlich mit Formular 4 zu stellen und zu begründen.


Zivilrechtliche Folgen einer parzellenweisen Verpachtung



Wenn ein landwirtschaftliches Gewerbe mehr als sechs Jahre rechtmässig ganz oder weitgehend parzellenweise verpachtet ist und die Verpachtung im Sinne von Art. 31 Abs.2 lit. e weder vorübergehenden Charakter hat noch aus persönlichen Gründen Art. 31 Abs. 2 lit. f LPG erfolgt ist, verliert das Gewerbe seinen Status und gilt fortan nur noch als landwirtschaftliches Grundstück (Art. 8 BGBB).