Ressourcenprojekt Ammoniak 2012 - 2017

1. Worum geht es?

Mit dem vom Zürcher Regierungs- und Kantonsrat beschlossenen Ressourcenprojekt Ammoniak wird angestrebt, die Ammoniakemissionen im Kanton Zürich um rund einen Fünftel zu vermindern. Die wichtigsten Angaben zu den Voraussetzungen für die Beteiligung am Projekt oder Informationen zu entsprechenden Förderbeiträgen finden Sie im Merkblatt Ressourcenprojekt Ammoniak Kanton Zürich (unter 7. Allgemeine Geschäftsbedingungen).

 

Das auf sechs Jahre befristete Ammoniakprojekt sieht vier Massnahmen vor (M1 - M4), wobei M1 und M2 für alle Projektbetriebe obligatorisch sind, M3 und M4 hingegen freiwillig.



 

Massnahme 1: Verbesserung des Hofdüngermanagements

Informationsanlässe (Strickhof, Verwaltung, Zürcher Bauernverband), Nutzung von Beratungs- und Weiterbildungsangeboten

Massnahme 2: Weniger Ammoniakverluste bei der Hofdüngerausbringung

Förderung emissionsarmer Ausbringtechnik (Schleppschlauch oder bezüglich Emissionen mindestens gleichwertige Ausbringtechnik) mittels Flächenbeiträgen je Hektare und Hofdüngergabe.

Massnahme 3: Weniger Ammoniakverluste bei der Hofdüngerlagerung

Vorgeschriebene Abdeckung von neuen sowie freiwillige nachträgliche Abdeckung bestehender Güllegruben für Schweinegülle ab 300 m3 wird mit Beiträgen unterstützt.

Massnahme 4: Unterstützung einzelbetrieblicher Projekte zur Minderung des Ammoniakverlustes mit finanziellen Beiträgen

z.B. Wind- und Sonnenschutz für verbessertes Stallklima, Schieberentmistungen für saubere und trockene Laufflächen, Abluftreinigung mit Biowäscher

2. Wichtige Termine

Beitragsberechtigt sind Güllegaben zwischen dem 15. Februar und 15. November des laufenden Jahres (Erfassung möglich ab 2. Mai).

Bis 08.02.2016
 
Neuanmeldung 2016 für direktzahlungsberechtigte Betriebe: per Internet (www.agriportal.ch/zh) zusammen mit der Stichtagserhebung zwischen Ende Januar und Mitte Februar 2016 für M1 und M2.

Neuanmeldung 2016 für nicht- direktzahlungsberechtigte Betriebe: mit den Formularen 1 und 2 (unter Punkt 3. Neuanmeldung 2016) ab sofort bis spätestens 8. Februar 2016.

Bis 17.11.2016
  
Die Erfassung der Daten muss bis spätestens 17. November um 24.00 Uhr des laufenden Jahres abgeschlossen sein (Achtung: Daten von Papierformular rechtzeitig ins Internet übertragen!)

Erfüllung ökologischer Leistungsnachweis (ÖLN): Kopie des Kontrollberichtes einer akkreditierten Kontrollstelle ist spätestens bis zum 17. November 2016 einzusenden an: Abteilung Landwirtschaft, Walcheplatz 2, 8090 Zürich.

Tipp

Sparen Sie die Arbeit (letzter Abgabetermin für die Daten) nicht bis zur letzten Stunde auf. Es kann sein, dass dann ausgerechnet der PC nicht funktioniert, Serverprobleme auftreten oder der/die zuständige AckerbaustellenleiterIn abwesend ist. Zu spät erfasste Daten können aus technischen Gründen nicht mehr berücksichtigt werden!

Auszahlung der Förderbeiträge

Erfolgt für die Massnahme 2, unabhängig von den Direktzahlungen, im März des Folgejahres.

Für die Teilnahme an den Massnahmen 3 und 4 erfolgt die Auszahlung von Beiträgen einzelfallweise in Absprache mit den landwirtschaftlichen Bewirtschaftern und Bewirtschafterinnen.

 

3. Neuanmeldung 2016

Für direktzahlungsberechtigte Betriebe

Sie beziehen bereits heute Direktzahlungen und sind am Projekt interessiert. In diesem Fall melden Sie sich zusammen mit der Stichtagserhebung per Internet zwischen Ende Januar und Mitte Februar 2016 für die Massnahmen 1 (Verbesserung Hofdüngermanagment) und 2 (Schleppschlaucheinsatz) an. Die Anmeldung erfolgt ausschliesslich über das Agriportal www.agriportal.ch/zh mit den bisherigen Zugangsdaten (Login, Passwort). Mit einer Anmeldung verpflichten Sie sich bis Projektende 2017 am Projekt teilzunehmen. In das Projekt kann jährlich per Februar eingestiegen werden. Letztes Startjahr ist 2017. Nach dem 8. Februar 2016 wird das Agriportal geschlossen und spätere Anmeldungen können aus technischen Gründen für das Startjahr 2015 nicht mehr berücksichtigt werden.
 

Für nicht-direktzahlungsberechtigte Betriebe

Sie erhalten aus verschiedenen Gründen keine Direktzahlungen, haben aber mindestens 0.2 SAK und sind am Projekt interessiert. In diesem Fall müssen Sie den ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) erfüllen und sich beim ALN, Abteilung Landwirtschaft (Kontakte siehe rechte Spalte) als Betrieb registrieren lassen. Eine schriftliche Anmeldung für die Registrierung kann ab sofort mit den Formularen 1 und 2 bis spätestens 8. Februar 2016 erfolgen, wenn Sie dieses Jahr in das Projekt einsteigen wollen.  Diese schriftliche Anmeldung braucht nur einmal im Startjahr zu erfolgen, ist aber zwingend nötig, damit für Sie eine Interneterfassung eröffnet werden kann und eine automatische Auszahlung der Förderbeiträge möglich ist. Die Formulare 1 „Allgemeine Angaben zur Betriebsanerkennung“ und 2 „Zusätzliche Angaben zur Betriebsanerkennung“ finden Sie als pdf zum downloaden unterhalb dieses Textabschnittes.
Damit der Nachweis erbracht ist, dass Sie den ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) erfüllen, müssen Sie sich bei einer akkreditierten Kontrollstelle melden und in den folgenden Jahren jährlich auf den ÖLN kontrollieren lassen. Im Kanton Zürich sind dies u.a. für ÖLN-Betriebe die Agrocontrol www.agrocontrol.ch und für Biobetriebe bio.inspecta www.bio-inspecta.ch und Bio Test Agro www.bio-test-agro.ch . Eine Kopie des Kontrollberichtes ist spätestens bis zum 18. November 2016 einzusenden an: Abteilung Landwirtschaft, Walcheplatz 2, 8090 Zürich.
 

4. Datenerfassung Schleppschlaucheinsatz (Massnahme 2)

Nach der Anmeldung sind die mit Schleppschlauch begüllten Flächen im Agriportal www.agriportal.ch/zh oder auf Papier laufend zu erfassen. Folgende Angaben sind erforderlich:

  • Gemeinde, Grundbuchnummer und Flurname
  • Ausbringdatum
  • Begüllte Fläche in Aren
  • Ausbringmenge in m3 pro Parzelle
  • Ausbringtechnik (Fass oder Verschlauchung)
     

Beitragsberechtigt sind Güllegaben zwischen dem 15. Februar und 15. November des laufenden Jahres. Die Zugangsdaten (Login und Passwort) für das Agriportal www.agriportal.ch/zh sind die gleichen wie für die Stichtagerhebung.

Die Erfassung der Daten muss bis spätestens 17. November 2016 abgeschlossen sein. Diejenigen, die ihre Daten lieber per Papierformular erfassen (Papier-Typ), müssen daran denken, dass sie ihre Daten rechtzeitig ins Internet übertragen. Spätere Erfassungen können für die Auszahlung der Beiträge aus technischen Gründen nicht mehr berücksichtigt werden.

5. Abdeckung offener Güllebehälter (Massnahme 3) und zusätzliche einzelbetriebliche Massnahmen (Massnahme 4)

Für weitere Massnahmen zur Ammoniakreduktion wie nachträgliche Abdeckung bestehender Schweinegüllelager oder Schieberentmistungen für saubere und trockene Laufflächen können weitere Fördermittel beantragt werden. 

Für die Anmeldung zu diesen Massnahmen sind die entsprechenden Formulare M3 und M4 zu verwenden.

6. Auszahlung

Die Auszahlung der Förderbeiträge für die Massnahme 2 (=Schleppschlaucheinsatz) erfolgt unabhängig von den Direktzahlungen im März. Die Auszahlung von Beiträgen für die Teilnahme an den Massnahmen 3 und 4 erfolgt einzelfallweise in Absprache mit den landwirtschaftlichen Bewirtschaftern und Bewirtschafterinnen.

7. Allgemeine Geschäftsbedingungen AGB

Im Weiteren gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen gemäss dem Merkblatt „Ressourcenprojekt Ammoniak Kanton Zürich“, Version Juli 2015.