Embrach

Jagdschiessanlage Au in Embrach

Heute trainieren die Zürcher Jägerinnen und Jäger grösstenteils in der Jagdschiessanlage Au in Embrach. Die seit bald 50 Jahren bestehende, in einer mittlerweile bundesrechtlich geschützten Auenlandschaft gelegene Anlage muss wegen zu hoher Schadstoffbelastung im Boden saniert werden. Da aus rechtlichen Gründen ein Weiterbetrieb der Anlage kaum mehr möglich sein wird und um die Aue definitiv vom Schiessbetrieb zu befreien, plant die Baudirektion die neue Jagdschiessanlage Widstud in Bülach, die gemäss neustem Stand der Technik konzipiert ist und hinsichtlich Lärm- und sonstigen Immissionen alle bestehenden Vorschriften erfüllt.

Die altlastenrechtliche Sanierung der Anlage kann erst in Angriff genommen werden, wenn der Schiessbetrieb ruht. Dies wiederum bedingt, dass vor Sanierungsbeginn die neue Anlage in Bülach fertiggestellt ist. Denn das Gesetz fordert, dass der Jägerschaft jederzeit eine Trainingsanlage zur Verfügung steht. Somit ist der Weiterbetrieb der Anlage in Embrach erforderlich, bis die neue Anlage in Bülach zur Verfügung steht, was momentan für 2017/2018 geplant ist.

Die Baudirektion Kanton Zürich, die Jagdschützengesellschaft Zürich als bisherige Besitzerin und Betreiberin der Anlage sowie die Gemeinde Embrach haben sich deshalb darauf verständigt, dass der Kanton die Anlage sowie das bestehende, im Jahr 2015 auslaufende Baurecht der Gemeinde übernimmt. Ferner konnte mit der Gemeinde Embrach vereinbart werden, den Baurechtsvertrag bis längstens Ende 2019 zu verlängern.

Mit der Übernahme der Anlage durch das Amt für Landschaft und Natur (ALN) ist garantiert, dass der Übergangsbetrieb, die Stilllegung, die Sanierung sowie der Rückbau der Jagdschiessanlage Au geordnet und fachgerecht erfolgen. Das ALN hat die Anlage per 1. Januar 2014 übernommen. Unter seiner Führung und Aufsicht wird deren Betrieb gemeinsam mit dem Verein JagdZürich und dem Jagd-Club Zürich befristet weitergeführt. Das ALN hat ein neues Betriebsreglement erarbeitet, in dem alle Details des Schiessbetriebs festgehalten sind. Für die Sanierung der Anlage ist bei der Baudirektion ein Projekt in Arbeit.

Der Prozess rund um die Sanierung und Stilllegung der Anlage Au sowie die Festlegung der Folgenutzung des Areals soll von einer Gruppe begleitet werden, die sich aus den verschiedenen Direktbetroffenen und Anspruchsgruppen zusammensetzt.