Artenschutz

Mauerfuchs (Bild: Andreas Baumann)

Ausgangspunkt des Naturschutzes ist traditionellerweise der Artenschutz. Für die Erhaltung von Arten und Lebensgemeinschaften sowie der Artenvielfalt sind die verfügbaren Flächen und die Qualität der Lebensräume in erster Linie ausschlaggebend. Langfristig können die meisten Arten nur überleben, wenn ihre Lebensräume vernetzt sind und damit ein genetischer Austausch stattfinden kann.
Zusätzlich zum Schutz und zur Aufwertung der Lebensräume müssen für die Erhaltung und Förderung einzelner Arten oft spezifische Artenschutzmassnahmen ergriffen werden. Denn im Kanton Zürich nehmen die Populationen vieler Arten weiter ab oder sterben sogar aus.

Für die Erhaltung bzw. die Förderung der Artenvielfalt und der Bestände von seltenen und gefährdeten Arten sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Quantität und Qualität der Biotope:
    Grösse, Anordnung, Lage und Zustand der Biotope sind optimal zu erhalten oder zu gestalten. Dabei ist zu unterscheiden zwischen "dynamischen Arten", die rasch neue Lebensräume besiedeln können und solchen mit geringen Ausbreitungsmöglichkeiten ("statische Arten"). Bei der Abwägung in Nutzungskonflikten hat die Erhaltung der Biotope von seltenen "statischen Arten" mit besonderen Lebensraumansprüchen den Vorrang.
  • Nachhaltigkeit des Schutzes und der Förderung:
    Die Entstehung und Entwicklung vieler Biotope erfordert eine lange Zeitdauer. Lebensräume und Lebensgemeinschaften sind deshalb langfristig zu erhalten. Dies gilt meistens auch für dynamische Biotope und Arten. Für deren langfristiges Überleben sollen in räumlicher Nähe Folgeflächen (Ausweichflächen) eingerichtet werden.
  • Prioritäten der Neuschaffung und der Förderung:
    Neue Lebensräume sind primär für seltene oder stark rückläufige gebietstypische Arten und artenreiche Lebensgemeinschaften zu gestalten und zu unterhalten.