Erfolgskontrolle

Erfolgskontrolle mit dem Fernglas (Bild: Andreas Baumann)

Eine Erfolgskontrolle zeigt, ob bestimmte Naturschutzmassnahmen ihre Ziele erreicht haben oder nicht: Wird der Orchideenbestand durch die angepasste Pflege grösser und können die Neophyten zurückgedrängt werden? Werden die Bewirtschaftungsvorgaben eingehalten?

Die Erfolgskontrolle soll Grundlagen liefern, damit entschieden werden kann, wie die Naturschutzmassnahmen weitergeführt werden sollen: Bewährt sich das Vorgehen und kann wie bisher weitergefahren werden? Sind Anpassungen oder Optimierungen erforderlich? Eine Erfolgskontrolle ist nicht Selbstzweck sondern Teil der Projektabwicklung und muss daher idealerweise von Anfang an mit geplant werden.

Erfolgskontrollen sollen gewährleisten, dass die Mittel im Naturschutz möglichst optimal und zielgerichtet eingesetzt werden. Erfolgreiche Vorhaben sollen weitergeführt, nicht erfolgreiche angepasst oder beendet werden. Um diesen Zweck zu erfüllen, müssen Erfolgskontrollen nicht in jedem Fall sehr aufwändig sein. Oft reichen bereits einfache Checks, um zumindest zu wissen, ob man grundsätzlich auf dem richtigen Weg ist oder nicht.

Dauerbeobachtung

Eine Dauerbeobachtung hat zum Ziel, längerfristig die Entwicklung von Arten oder Lebensräumen aufzuzeigen. Dauerbeobachtungen dienen als eher mittel- bis langfristiger Massstab zum Zustand von Natur und Landschaft. Sie ermöglichen bei einzelnen Projekten, beobachtete Entwicklungen in einen grösseren Zusammenhang zu stellen. Ausserdem ist damit teilweise auch eine Früherkennung allfälliger Fehlentwicklungen oder neu auftauchender Probleme möglich. Im Gegensatz zu Erfolgskontrollen sind Rückschlüsse auf die Wirkung von Massnahmen häufig nur indirekt und ungefähr oder gar nicht möglich.