Gesetzlicher Auftrag

Im Natur- und Heimatschutzgesetz (NHG) ist festgelegt, dass „dem Aussterben einheimischer Tier- und Pflanzenarten durch Erhaltung genügend grosser Lebensräume und andere geeignete Massnahmen entgegenzuwirken ist“ (Art. 18 NHG). Um dieses Ziel zu erreichen, müssen einerseits hochwertige Lebensräume geschützt, wiederhergestellt und neu geschaffen werden, andererseits muss die ökologische Qualität der Landschaft im Allgemeinen gefördert werden.

Schutzwürdige Objekte werden je nach ihrer Bedeutung in nationale, regionale oder lokale Schutzobjekte unterteilt. Die Biotope von nationaler Bedeutung werden vom Bund inventarisiert, jene von regionaler Bedeutung durch die Kantone. Für den Schutz und den Unterhalt sind bei beiden Schutzobjekt-Kategorien die Kantone verantwortlich. Die Gemeinden sind gemäss dem kantonalen Planungs- und Baugesetz (PBG) für den Schutz der Objekte von kommunaler Bedeutung (§211 Abs. 2) zuständig. Dazu ist ein Inventar der kommunalen Schutzobjekte zu erstellen. In diesem werden die schutzwürdigen Objekte auf dem Gemeindegebiet erfasst und beschrieben. Vorhandene Inventare sind nach einer gewissen Zeit auf ihre Aktualität hin zu überprüfen und nachzuführen. Das Inventar ist behördenverbindlich und die Gemeinde sorgt bei all ihren Aufgaben dafür, dass die Schutzobjekte geschont werden und, wo das öffentliche Interesse an ihnen überwiegt, ungeschmälert erhalten bleiben (§204). Dies gilt bei allen Tätigkeiten einer Gemeinde, sei es bei der Ausführung von baulichen Massnahmen, bei der Planung oder auch beim Erteilen von Baubewilligungen. 

Die Gemeinde hat darüber hinaus die Pflicht, für einen nachhaltigen und langfristigen Schutz der Objekte zu sorgen. Dabei müssen nicht nur Beeinträchtigungen vermieden, sondern auch der Unterhalt, die fachgerechte Pflege und allenfalls die Wiederherstellung des Objektes gesichert werden.