Die Gemeinde als Grundeigentümerin

Die Gemeinde sorgt mit Forst und Gemeindewerk für den Unterhalt grösserer Flächen. Hier kann sie mit wenig Aufwand grosse Mehrwerte für die Natur schaffen. Das kantonale Planungs- und Baugesetz sieht vor, dass die öffentliche Hand bei all ihren Tätigkeiten den Anliegen des Naturschutzes Rechnung trägt (§204, Bindung des Gemeinwesens).

Im Forstwesen kann mit einem naturnahen Waldbau, gezielten Fördermassnahmen für seltene Arten und Lebensräume und der Ausbildung von arten- und strukturreichen Waldrändern die Bedeutung des Waldes als Lebensraum und die Vernetzung zum Offenland gesteigert werden. Auch naturnah unterhaltene Gewässer bilden wertvolle Lebensräume und wichtige Vernetzungsachsen. Nicht zu vergessen sind auch Strassenböschungen und Begleitflächen, denen in der ausgeräumten Landschaft ebenfalls eine wichtige Vernetzungsfunktion zukommt. Werden diese beispielsweise schonend gemäht statt gemulcht, kann bereits ein grösserer ökologischer Mehrwert geschaffen werden.

Ökologische Aufwertungen dürfen vor Dörfern und Städten nicht halt machen. Naturnah gestaltete Schulplätze, Friedhöfe, Parkanlagen, extensiv begrünte Dächer oder Ähnliches lassen sich auch im Siedlungsraum verwirklichen. Sie helfen, das Siedlungsgebiet mit der offenen Landschaft zu vernetzen. Auch Privatgärten und die Umgebung von Mehrfamilienhäusern bieten viele Möglichkeiten für eine naturnahe Gestaltung. Eine Sensibilisierung der Bevölkerung und der Bauherren verhilft, der Natur auch im Siedlungsgebiet genügend Raum zu geben. Auf eigenen Grundstücken und bei öffentlichen Anlagen kann die Gemeinde mit gutem Beispiel voran gehen. Naturnah gestaltete Bereiche beleben zusätzlich auch unsere Umwelt und tragen zu einer höheren Lebensqualität bei.