Schutzverordnungen & Schutzverträge

Hochstamm-Obstbäume (Bild: Andreas Baumann)

Die Gemeinde sorgt für einen nachhaltigen, langfristigen und eigentümerverbindlichen Schutz ihrer Inventarobjekte. Der Schutz beinhaltet dabei nicht nur die Verhinderung von Beeinträchtigungen, sondern er stellt auch den Unterhalt, die Pflege und allenfalls die Wiederherstellung eines Objekts sicher.

Das Instrument, das sich erfahrungsgemäss am besten für diese Aufgabe eignet, ist die Schutzverordnung bzw. Schutzverfügung. In dieser sind die geschützten Objekte auf Gemeindegebiet zu bezeichnen und die Schutzziele und -massnahmen festzuhalten. Oberstes Schutzziel ist dabei der ungeschmälerte Erhalt des Biotops. In der Schutzverordnung können die dazu benötigen Vorschriften und Verbote formuliert werden. Ferner sind Bestimmungen zur fachgerechten Pflege und zur Vermeidung von Einwirkungen aus der Umgebung zu erlassen. Die Schutzverordnung gewährleistet die Rechtsgleichheit und Verbindlichkeit gegenüber Dritten.

Im Gegensatz dazu basieren Schutzverträge zwischen der Gemeinde und dem Grundeigentümer auf einer gegenseitigen Vereinbarung ohne Drittverbindlichkeit. Die Erhaltungspflicht bleibt jedoch bestehen, auch wenn ein Grundeigentümer einen Schutzvertrag kündigt. Der Einsatz von Verträgen empfiehlt sich nur für kleinräumige Objekte mit einfachen Besitzverhältnissen (z.B. Einzelbaum, Segler- oder Fledermausquartiere).