Bewirtschaftung, Pflege & Unterhalt

Schilf mähen mit dem Raupenfahrzeug (Bild: Ruth Mühle)

Naturschutz bedeutet meistens nicht, dass der Natur ihren freien Lauf gelassen wird. Würde z.B. das Neeracherried, ein Flachmoor von nationaler Bedeutung, nicht bewirtschaftet, würde es innerhalb weniger Jahre verbuschen und verwalden. Durch die natürliche Sukzession würde eine Vielzahl von teilweise seltenen und geschützten Pflanzen- und Tierarten verdrängt. Um diese Vielfalt zu erhalten, werden Naturschutzflächen regelmässig bewirtschaftet und gepflegt.

Im Kanton Zürich beteiligen sich rund 1600 Landwirte an der Pflege der überkommunalen Naturschutzgebiete. Flächen, die mit den üblichen landwirtschaftlichen Maschinen nicht bewirtschaftet und unterhalten werden können, werden vom Naturschutz-Unterhaltsdienst mit Spezialgeräten übernommen. Der Unterhaltsdienst übernimmt auch die Pflege von Naturschutzflächen, für die keine Bewirtschafter mehr gefunden werden.

Zum Aufgabenbereich des Naturschutz-Unterhaltsdienstes gehören unter anderem die Riedmahd, die Grabenpflege, die Problempflanzenbekämpfung in Schutzgebieten und saisonale Amphibienschutzmassnahmen. Im Unterhaltsdienst werden ausserdem Lehrlinge zu Betriebspraktikern ausgebildet.