Bewirtschaftung

Asthaufen (Bild: Jessica Käser)

Hilfen und Anforderungen zur Bewirtschaftung

Damit die Ziel- und Leitarten eines Vernetzungsprojektes bestmöglich von den Massnahmen auf den Biodiversitätsförderflächen profitieren können, sind an dieser Stelle einige Erläuterungen und Anleitungen zur optimalen Bewirtschaftung zu finden. Diese sollen Bewirtschaftern, wie auch Beratern helfen, die geeignetste Massnahme zu wählen und entsprechend zielführend umzusetzen.

Anforderung an Strukturen in Vernetzungsprojekten

Um im Rahmen von Vernetzungsprojekten spezifische Arten zu fördern, sind Strukturen eine wirkungsvolle Massnahme. In dieser Aufstellung sind mögliche Strukturen umschrieben und deren Grösse und Beschaffenheit definiert. Die Pflege der Strukturen ist über die ganze Projektphase zu gewährleisten.

Rückzugsstreifen

Eine häufig umgesetzte Massnahme in Vernetzungsprojekten sind Rückzugsstreifen, auch als Altgras oder Nutzungsbrachen bezeichnet. Diese sind, bei der richtigen Umsetzung, sehr wertvoll für viele Arten.

Gestaffelte Mahd

Für die Natur ist eine zeitlich gestaffelte Nutzung grosser Flächen oft förderlich, für einige Arten sogar unerlässlich. Dieses Merkblatt erläutert den Nutzen und die Planung einer gestaffelten Mahd. Es soll Bewirtschafter und Berater in Vernetzungsprojekten bei der Umsetzung dieser Massnahme unterstützen.

Regionsspezifische Biodiversitätsförderflächen

Der Kanton hat die Möglichkeit, sogenannt "regionsspezifische Biodiversitätsförderflächen" in Absprache mit dem BLW zu definieren. Das Ziel ist die Förderung regionaltypischer Arten. Die Massnahmen werden im Rahmen von Vernetzungsprojekten umgesetzt und entschädigt. In den Merkblättern sind die Anforderungen, die Umsetzung und die Anmeldung beschrieben.

Soll eine solche Massnahme in einem Vernetzungsprojekt umgesetzt werden, gilt generell Folgendes:

  • Projektstart oder Erneuerung im Folgejahr: Aus Bericht und den Plänen des Vernetzungsprojektes kann entnommen werden, in welchen Fördergebieten die Massnahme umgesetzt werden kann. Bewirtschafter, die die Massnahme umsetzen, sind zu den Zielen und zur Umsetzung zu beraten.
  • Laufende Projekte: Soll die Massnahme umgesetzt werden, muss das laufende Projekt mit einem Zusatz ergänzt werden. Dieser erläutert, in welchen Fördergebieten eine Umsetzung der Massnahme möglich ist. Diese Projektergänzung ist der Fachstelle Naturschutz einzureichen. Bewirtschafter, die die Massnahme umsetzen, sind zu den Zielen und zur Umsetzung dieser Massnahme zu beraten, auch wenn bereits bei Projektstart eine einzelbetriebliche Beratung stattgefunden hat.

Verpflichtungsdauer bei Brachen in Vernetzungsprojekten

Werden Brachen im Vernetzungsprojekt angemeldet, muss keine Mindestverpflichtungsdauer im Rahmen des Vernetzungsprojekts mehr eingehalten werden. Mehr beachtet werden soll jedoch in Zukunft die Lage der Brachen und Aufwertungen von Brachen zum Beispiel in kombination mit Strukturen. Die Vorschriften für Qualitätstufe I sind in jedem Fall einzuhalten. Details sind in den Erläuterungen zu erfahren.

Qualitätsstufe II: Messerbalken / Mähaufbereiterverbot

Ab 2014 gilt für Flächen mit Qualitätsstufe II (vorher Qualität nach ÖQV) ein Verbot für den Einsatz von Mähaufbereitern. Auf QII-Flächen ist die Mahd mit Messerbalken nicht mehr generell gefordert. Es gibt jedoch Flächen mit QII, die weiterhin mit Messerbalken gemäht werden müssen. Genauere Informationen zur neuen Regelung sind dem folgenden Merkblatt zu entnehmen.

Abweichender Schnittzeitpunkt

Auf Flächen mit Qualitätsstufe II oder Vernetzung kann ein vorzeitiger Schnittzeitpunkt festgelegt werden. Eine Vorverlegung des Schnittzeitpunktes muss immer biologisch begründet sein. Details sind im folgenden Merkblatt zu erfahren.