Erarbeitung

Beratung bei der Erarbeitung (Bild: Jessica Käser)

Leitfaden Vernetzungsprojekte, Erarbeitung und Umsetzung

Was ist ein Vernetzungsprojekt? Wie gleist man in einer Gemeinde ein Vernetzungsprojekt auf? Der Leitfaden Vernetzungsprojekte beschreibt die wichtigsten Schritte beim Start, der Erarbeitung und Umsetzung eines Vernetzungsprojekts.

Einreichen der Projektunterlagen eines Vernetzungsprojektes

Damit die Prüfung und Genehmigung der Unterlagen zu den Vernetzungsprojekten effizient erfolgen kann, ist es wichtig, dass diese pünktlich und vollständig eingereicht werden. In diesem Merkblatt ist aufgeführt, was beim Einreichen der Projektunterlagen für zu beachten ist.

Zusatzanforderung für Vernetzungsprojekte mit mind. 60% Ackerbauanteil

In Vernetzungsprojekten mit einem Ackerbauanteil von mind. 60% muss eine Zusatzanforderung im Ackerbaugebiet erfüllt werden. Diese muss bei Projektstart festgelegt werden. Das folgende Merkblatt soll helfen, diese Zusatzziele zu definieren.

Beratung

Eine fachkompetente, einzelbetriebliche Beratung ist Voraussetzung, damit ein Betrieb Vernetzungsbeiträge beziehen kann. Wird ein Projekt erneuert ist wiederum eine Beratung gefordert. Folgendes Merkblatt erläutert die wichtigsten Punkte der Beratung in Vernetzungsprojekten.

Feldbegehungen

Wenn ein Vernetzungsprojekt erarbeitet wird sind gute Kenntnisse des Projektgebietes und der Artvorkommen Voraussetzung. Das folgende Merkblatt erläutert die Vorgaben des Bundes und der kantonalen Richtlinien Vernetzung im Bezug auf die verlangten Feldbegehungen.

Schutzbedarf von überkommunalen Naturschutzgebieten

Beitragsberechtigt für den Vernetzungszuschlag sind nur Betriebe, die auf ihrer Betriebsfläche den langfristigen Schutz der überkommunalen Naturschutzgebiete inkl. Pufferzonen gemäss BAFU-Schlüssel (Moorbiotope) umgesetzt haben.

Diverse Regelungen zu den Vernetzungsprojekten

Im folgenden Dokument sind verschiedene Grundsätze zusammengefast, welche bei der Erarbeitung und Umsetzung von Vernetzungsprojekten zur Anwendung kommen. Folgende Themen werden behandelt:

  1. Fördergebiete, Auswirkung auf Umzonungen
  2. Vernetzungsflächen und Bauzonen
  3. Kiesgruben

Web-GIS Plan der Biodiversitätsförderungsfläche (BFF)

Die Möglichkeit, die Biodiversitätsförderungsfläche (BFF) im Web-GIS zu führen, besteht nicht mehr. Die Landwirtschaftlichen Nutzflächen werden ab 2018 kantonsweit erfasst und online zur Verfügung stehen. Wenn Sie Daten eingetragen haben, können Sie diese bei der Fachstelle Naturschutz beziehen. Wenden Sie sich dazu bitte an Andreas Lienhard

Arbeitsschritte

  • Die Vororientierungen von Gemeinde und Bewirtschafter führen zum Entscheid ein Vernetzungsprojekt zu erarbeiten.
  • Einholen von Offerten und Auftragsvergabe an ein Büro. Eine Auswahl an Büros ist auf den Homepages der Fachverbände zu finden (FachFrauen Umwelt, Schweizerischer Verband der Umweltfachleute, Bund Schweizer Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen). Zudem kann bei Gemeinden, die bereits ein Vernetzungsprojekt erarbeitet haben, nach Referenzen gefragt werden.
  • Finanzierung sicherstellen. Die Kosten für die Erarbeitung des Projektes müssen Budgetiert werden. Ebenfalls zu Budgetieren sind die Kosten für die Beratung der Landwirte (während der ganzen Projektphase), für die Umsetzungskontrolle (Zwischenbericht) und die Restfinanzierung der Vernetzungsbeiträge (10% der Beiträge ausserhalb der kantonalen Fördergebiete für den ökologischen Ausgleich).
  • Arbeitsgruppe konstituieren
  • Verantwortlichkeiten für die Umsetzung definieren.

Beratung durch die Fachstelle Naturschutz

Die Fachstelle Naturschutz beratet die Gemeinden und die beauftragten Büros bei der Erarbeitung von Vernetzungsprojekten. Eine frühe Absprache wird empfohlen.

Einreichung der Vernetzungsprojekte

In der Regel werden die Projekte schon während der Erarbeitung mit der Fachstelle Naturschutz diskutiert. Insbesondere die Massnahmenliste ist frühzeitig abzusprechen. Die Projekte müssen bis spätestens Ende März bei der Fachstelle Naturschutz eingereicht werden, wenn Beitragszahlungen für das laufende Jahr angestrebt werden.

Staatsbeiträge für Vernetzungsprojekte

Für die Erarbeitung von neuen Vernetzungsprojekten sowie für die Erneuerung von bestehenden Vernetzungsprojekten kann ein Gesuch für einen Staatsbeitrag eingereicht werden. Der Beitrag beträgt 10% der Kosten. Weitere Informationen sind dem Merkblatt zu entnehmen. Für das Gesuch steht ein Formular zur Verfügung.