Forstrecht & Dienste

Walderhaltung

Unmittelbarst an den Wald herangerückte Bauten beeinträchtigen sowohl das Landschaftsbild als auch den Lebensraum Waldrand
Unmittelbarst an den Wald herangerückte Bauten beeinträchtigen sowohl das Landschaftsbild als auch den Lebensraum Waldrand

Der Wald ist ein wertvoller, noch weitgehend intakter Natur- und Erholungsraum. Dank der strengen eidgenössischen und kantonalen Waldgesetzgebung ist er bis heute grösstenteils von Bauten und Anlagen verschont geblieben.

Vor allem aber ist er - auch wenn in Privatbesitz - für alle zugänglich (Art. 699 ZGB). Grossflächige Einzäunungen von Wald, wie von Auslandreisen her bekannt, sind in der Schweiz verboten. Nur kleinflächig für den Schutz von jungen Waldbäumen oder von Naturschutzgebieten sind Zäune möglich.

Auch Bauten werden nur in wenigen Ausnahmefällen bewilligt und nur dann, wenn Sie der Waldbewirtschaftung oder der Erholung dienen. Ist Wald für den Bau von Strassen, Eisenbahnlinien oder Stromleitungen zu roden, muss eine gleich grosse Fläche aufgeforstet werden (quantitative Walderhaltung).

Die Walderhaltungspflicht in der Schweiz geht aber noch weiter: Auf den aufzuforstenden Flächen müssen später Bäume stehen, die gut zum Boden passen (qualitative Walderhaltung), und nicht einfach solche, die unsere wirtschaftlichen Vorstellungen optimal erfüllen.

Eine Kernaufgabe des Forstdienstes ist, dafür zu sorgen, dass die Waldgesetze eingehalten, Verstösse geahndet und zerstörte Waldflächen wiederhergestellt werden. Nur so bleibt auch unseren Kindern und Enkeln ein schöner Wald erhalten, den sie jederzeit besuchen und geniessen können.

Verschiedene Vorhaben im und am Wald beeinflussen den Lebensraum Wald sowie die Waldbewirtschaftung und die Pflege. Sie unterstehen deshalb einer Bewilligungspflicht.