Waldpflege & -nutzung

Naturnahe Waldpflege

Den Wald pflegen heisst

  • Das Wachstum eines gesunden, stabilen und naturnahen Waldes steuern.
  • Die Schutzwirkung des Waldes gegenüber Naturgefahren durch unregelmässigen Aufbau und kräftigen Unterwuchs erhalten.
  • In den Baumbestand gezielt eingreifen, um die natürlichen Lebensläufe bezüglich Altersaufbau, Struktur, Artenzusammensetzung und Holzqualität zu lenken.
  • Bäume fällen, um die gesündesten und kräftigsten Bäume zu begünstigen sowie den jungen Bäumen Raum und Licht zu verschaffen.
  • Seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten mit besonderen Naturschutzmassnahmen fördern.

Angestrebt wird ein gesunder, naturnaher Wald

Der Strukturreichtum der Bestockung zeichnet den Dauerwald aus

  • mit einem stufigen oder kleinflächigen Aufbau;
  • mit einer vielseitigen Baumartenzusammensetzung und guten Holzqualitäten;
  • mit hoher Stabilität gegen Wind, Schnee etc.;
  • als wertvoller Lebensraum für viele, auch seltene und gefährdete Arten.

Den Wald pflegen heisst nicht...

...den Wald aufräumen und den Waldboden von Ästen säubern.

Zu grosse Ordnungsliebe schadet der Artenvielfalt. Alte oder abgestorbene Bäume sowie Asthaufen gehören zum biologischen Kreislauf und stellen wichtige Lebensräume und Nahrungsgrundlagen für Vögel, Insekten und Pilze dar. Beispielsweise ist ein Viertel der Käferarten auf totes oder faulendes Holz angewiesen.

 

Quelle:

Wald und Holz in der Schweiz. BUWAL 1999, Leitbild für den Wald im Kanton Zürich